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Auwälder sind tabu!

(21.112017) Eine Rodung der Saalachauen für eine neue Ortsumfahrung von Bad Reichenhall ist für den Bund Naturschutz nicht vorstellbar. Nach der Ablehnung der Kirchholztunnelpläne muss sich die Reichenhaller Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) auch gegen die Variante Auentunnel der Ortsumfahrung von Bad Reichenhall stellen. In der Ortsgruppensitzung vom 12. Oktober 2017 betonte Erich Prechtl, der Sprecher der Saalachallianz, die hohe Bedeutung von Flussauen für die Natur und den Hochwasserschutz: „Das, was noch an Auenlandschaft vorhanden ist, hat unbedingt tabu zu sein“. Statt neue Trassen zu Lasten der Landschaft zu bauen, möchte der BN dagegen eine anwohnergerechte Gestaltung der bestehenden Trasse.

Dass jetzt die Auenlandschaft an der Saalach geopfert werden solle, ist für die Naturschützer vollkommen abwegig. Erst einige Wochen alt sei eine von der Technischen Universität München fertig gestellte Studie, die dem Erhalt der noch verbliebenen Flußauen eine hohe Priorität einräumt. Anfang des 19. Jahrhunderts sei damit begonnen worden, Flüsse zu begradigen und in Kanäle zu zwängen, um Land für die weitere Besiedlung zu gewinnen, so die Studie.

Auenlandschaften, wichtige Überflutungsgebiete und natürlicher Hochwasserschutz, seien mehr und mehr verdrängt worden. So fehlt es den Flüssen an Ufer und Grund und damit an der Möglichkeit der Veränderung. Doch gerade diese Unterschiede sind entscheidend für die Biodiversität eines Gewässers, für seinen Artenreichtum im und am Wasser. Deshalb mahnt die Studie: „Flussauen müssen tabu sein“. Bei lokalen Planungen und Bauentscheidungen sei die Aue „immer der Verlierer“, weshalb der Auentunnel von den Naturschützern schon deshalb konsequent abzulehnen ist.

Von Uli Scheuerl



Bad Reichenhall mit Auwaldband