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SAALACH-ALLIANZ

Naturschützer, Fischer und Kanuverbände aus Österreich und Bayern haben sich zu einer Saalach-Allianz zusammengeschlossen. Ursache hierfür ist der desolate Zustand der Saalach. Die Mitglieder der Saalach-Allianz wollen in Zukunft in Zusammenarbeit mit Behörden und Kommunen bei der Lösung der Probleme mitwirken.

Mit der Saalach-Korrektion erfolgte ab 1822 der erste wesentliche Eingriff in den natürlichen Zustand des Flusses. Eine weitere gravierende Verschlechterung brachte der Bau der Kiblinger Sperre bei Bad Reichenhall im Jahr 1913. Seither bleibt fast das ganze Geschiebe im Saalachsee liegen und fehlt im Unterlauf zum Schutz der Gewässersohle. An dieser Stelle muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden, meint dazu Michael Dorrer vom Bezirksfischereiverein Saalachtal, damit der Fluss-Schotter ganzjährig weiter transportiert wird.

Der jahrzehntelange Geschiebemangel im Unterlauf der Saalach hat zu gravierenden Eintiefungen der Gewässersohle geführt. Zum Schutz der Ufer und Brücken mussten daher eine ganze Reihe Sohlschwellen und Rampen in die Saalach eingebaut werden. Diese Bauwerke sind für Fische nicht passierbar, stellt dazu Josef Öllerer vom Fischereiverein Freilassing fest. Die Fischpopulationen können daher nur durch Besatzmaßnahmen auf unterstem Niveau erhalten werden da wesentliche Biotopstrukturen in der Saalach nicht mehr vorhanden sind. Deshalb ist die Wiederherstellung der ökologische Durchgängigkeit ein Schwerpunkt in der Arbeit der Saalach-Allianz, berichtet Öllerer.

Das Hochwasserereignis 2013 hat die Schwachstellen an der Saalach deutlich aufgezeigt. Wo dies möglich ist muss man dem Fluss wieder mehr Raum zugestehen. Vorhandener Retentionsraum ist zu sichern und neue Ausdehnungsflächen für das Hochwasser müssen gewonnen werden, so Erich Prechtl vom BN. Die Saalach muss dabei in ihrer Gesamtheit von der Quelle bis zur Mündung in die Salzach betrachtet werden. Nur so kann man den zukünftigen klimatischen Herausforderungen an einem Gebirgsfluss begegnen.

Hochwasserschutz und ökologische Verbesserungen an Flüssen lassen sich sehr gut gemeinsam umsetzen. Dr. Hannes Augustin vom österreichischen Naturschutzbund verweist dabei auf die derzeit bereits laufende Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen im Mündungsbereich von Saalach und Salzach. Dort erhält der Fluss durch die Gestaltung von weichen Ufern mehr Raum um der Eintiefung der Fußsohle entgegen zu wirken. Zugleich wird der Bereich auch für Erholungssuchende aufgewertet.

Die Saalach-Allianz hofft mit ihren Bemühungen den Hochwasserschutz an der Saalach zu verbessern und gute Lebensbedingungen im und am Fluss für Mensch und Natur zu erreichen.

Freilassing, den 28.05.2014

Forderungen der Saalach-Allianz

  • Wiederherstellung des natürlichen Geschiebehaushaltes
  • Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit und der Strukturvielfalt
  • Erhaltung und Sicherung von Retentionsräumen und Umsetzung eines ökologisch orientierten Hochwasserschutzes
Das Hochwasserereignis 2013 hat die Schwachstellen an der Saalach deutlich aufgezeigt.
Sowohl in Österreich, wie in Deutschland, haben die Fluten große Schäden verursacht.
Nach Prognosen von Klimaexperten können Wetterextreme in Zukunft noch häufiger auftreten.
Es ist daher dringend erforderlich die Saalach den zukünftigen Herausforderungen anzupassen.
Die in der Saalach-Allianz vereinten Organisationen sehen daher einen dringenden Handlugsbedarf.


Das Gesamtprogramm der Saach-Allianz und weitere Informationen zur Saalach finden Sie auf der Seite links zum Herunterladen.